Mainhattan – Lesung am 25.3., 11 Uhr mit Sektempfang

Zwischen Notenbank und »Ebbelwoi«

In Europa sind wenige Städte geprägt durch eine Hochhaus-Skyline. Frankfurt am Main gehört dazu – und genau das macht einen großen Teil des Flairs aus, das die Stadt so liebenswert macht. Ich bin stolz darauf, ein »Frankfurter Kindl« zu sein.

«Glücklich allein ist die Seele, die liebt«, so schrieb Goethe in seinem Briefroman »Die Leiden des Jungen Werther«, den er 1774 in seinem Heimathaus im »Großen Hirschgraben« fertig stellte, bevor er ein Jahr später nach Weimar übersiedelte. Ein wunderbarer Satz.

Goethe (1731-1808) wurde in Frankfurt geboren und verbrachte seine Kindheit dort. Sein Geburtshaus, das heute als Goethe-Museum genutzt wird, ist zentral in der Nähe der Hauptwache und unweit der Einkaufsmeile Zeil gelegen und damit ganz in der Nähe des Hilton Frankfurt City Centre am Stadtpark, wo ich mich riesig freue, am 25. März eine Lesungsmatinee um 11.00 Uhr halten zu dürfen.

Denn Frankfurt ist nicht nur Geburtsstadt dieses großen Dichters und Denkers, sondern bei allen Buchliebhabern auch wegen seiner alljährlichen Buchmesse ein nicht weg zu denkender Hot Spot!

Ein herzliches Grüß Gott und bis zum 25.3., 11.00 Uhr im schönen Hilton, wo ihr in stilvollem Ambiente tief in die Geschichte meines Krimis »Die Montez-Juwelen« eintauchen könnt, in dem Geschichte und Gegenwart miteinander verschmelzen und der Lust auf eine Reise nach München macht.

Startlesung im Hackerhaus am 10.3.

Mit rund 70 Gästen und Krimifans ein großer Erfolg!

Nach der herzlichen Begrüßung durch den Hackerhaus-Wirt Paul Pongratz wechselten Thomas Birnstiel und ich uns ab. Während es Thomas als Schauspieler und Sprecher hervorragend gelang, die Gäste mit seiner sonoren Stimme zu fesseln, konnte ich die nötigen Hintergrundinformationen zum Krimi, zu den Personen und Plätzen liefern.

Zwischendurch genossen die Gäste das Essen und konnten sich Dank des Büchertisches, um den sich netter Weise die Buchhandlung Horn aus Grünwald kümmerte, mit signierten Lese- und Hörbüchern versorgen.
Das gemütliche Ambiente und die ausgelassene Stimmung sprachen für sich.
Ein herzlicher Dank allen Beteiligten für diesen gelungenen Abend!

Die glücklichen Gewinner der Facebook-Gewinnauslosung des Startlesungs-Gewinnspiels waren:
1. Preis: Hackerhaus-Dinner for Two – Marianne Lederer
2.-5. Preis: Ein Krimi-Exemplar Die Montez-Juwelen – Elvira Preisinger, Andreas Pooker, Christa Reusch.

Viel Spaß mit den Gewinnen!

            

 

Warmlesen im Trattlerhof

Die erste Lesung ist ein unvergesslicher Moment, vor allem, wenn noch keine Bücher da sind, aber – Gott sei Dank – eine erstklassige Champagnerverkostung vorausging.

Es ist ein großartiges Gefühl zu spüren, wie die Zuhörer mit Spannung auf den nächsten Satz warten. Den Moment ein bisschen heraus zu zögern und die nächsten Worte mit Bedacht zu lesen.
Meine ersten Zuhörer im Trattlerhof in Bad Kleinkirchheim in Kärnten waren ein ganz herausragendes Publikum. Zeitweise war es mucksmäuschenstill im Raum und ich war überrascht, wie verständlich die Worte wurden, bei denen ich mich beim Schreiben fragte, wie sie auf die Leser wirken werden.

Ein ganz großer Dank an eine solch interessierte und aufmerksame Zuhörerschaft und an den Trattlerhof, für die wunderbare, herzliche und persönliche Organisation und Betreuung – und für die Champagnerverkostung zuvor, die die Zunge beschwingt und locker werden ließ.

Und welche Freude: Zuhause erwarteten mich dann meine ersten Autorenexemplare. Nun kann die große Startlesung kommen.

Mit Jakob Forstnig junior, Geschäftsführer und Hotelier aus Leidenschaft, n der Zopfstubn, in der der Betrüger Paul Zopf entlarvt und festgenommen wurde. Ein wahrhaft ehrwürdiger Raum für eine Krimilesung, der zu neuen Krimiideen inspiriert.

Grenzenlose Freude: Die ersten Autorenexemplare sind da.

Krimis & Reisen …

Der berühmte Blick hinter die Kulissen

Ich liebe es, zu meinem nächstes Reiseziel einen Krimi mitzunehmen, der genau dort spielt, wo ich Neues entdecken will. Am liebsten wäre es mir, er würde sogar genau in dem Hotel, in dem ich wohne, in dem Restaurant, das ich besuche, in der Straße, die ich am häufigsten überquere, seine Haupthandlungsorte und Höhepunkte zelebrieren.

Durch die Brille des Krimi-Autoren schärft sich mein Blick für die Besonderheiten der Region. Für ihre ganz besonderen Plätze und Straßen, ihre Menschen und deren typische Eigenarten, die Sprachbesonderheiten und Dialekte, die Pflanzen, die nur dort wachsen, die Gerüche, die die beliebtesten Gerichte der Region verbreiten. Ja, sogar den ganz speziellen Sound, der eine Stadt, eine Landschaft ausmacht, nehme ich deutlicher wahr. Das Meeresrauschen an der Nordsee, die Kuhglocken in den Bergen, die Töne des Glockenspiels, wenn im Glockenturm des Neuen Rathauses in München die Figuren zu tanzen beginnen, das Rattern der Straßenbahn auf den Gleisen, das Klappern hoher Absätze auf dem Jahrhunderte alten Kopfsteinpflaster, das Dröhnen des Martinshorns, das hier anders klingt als zu Hause.

Dazu kommt, dass sich die Personen in einem Krimi in einer hochspannenden Extremsituation befinden. Diese Dramatik lässt auch den Ort selbst vielschichtiger werden. Idealerweise klingen zusätzlich historische Töne an und spannen einen Bogen von der Vergangenheit bis in die Gegenwart, so dass eine weitere Tiefe und Dimension entsteht.

Der Krimi gibt mir das Gefühl, nicht nur im Urlaub zu sein, sondern in der Region zu leben. Besonders, wenn mir die Hauptpersonen im Buch ans Herz wachsen wie wahre Freunde. Dann bin ich nicht im Urlaub, sondern Zuhause an einem fremden Ort.

 

München – Weltstadt mit Herz

Es ist schwer, den Charme der Münchner Innenstadt zu fassen. Da sind zum einen die architektonischen Highlights mit barocken Gebäuden wie der Theatiner- und der Asamkirche und mit imposanten Bauwerken im Stil der Neogotik wie das Neue Rathaus. Da sind Prachtstraßen und große Sichtachsen wie die Neuhauser-, die Ludwig- und die Sendlingerstraße mit der neuen Fußgängerzone. Plätze wie der Königs-, der Marien- und der Wittelsbacherplatz. Und natürlich Marktplätze wie der Viktualienmarkt.

Aber es sind nicht nur die architektonischen Besonderheiten, die den besonderen Flair Münchens ausmachen. Es ist auch die Geschichte der Stadt, die sich von einer ehemaligen Zollstelle zum Sitz der Wittelsbacher und heute zur Weltstadt mit internationalen Firmen mauserte. Aber all das ist letztendlich nur ganz besonderen Menschen zu verdanken. Den hier lebenden Münchnern, die die Stadt zu dem machen, was sie ist.

Die Münchner, die mit ihrem grantelnden Wesen pragmatisch charmant und bodenständig cool sein können. Die stolz sind auf ihre Stadt, mit dem blau-weißen Lebensgefühl, dem perlend gold-gelben Gerstensmoothie, den knusprigen Brezen, den Biergärten und dem sich oft tiefblau über die Stadt spannenden Himmel, der die Weltstadt mit Herz vor der schimmernden Alpenkulisse nicht umsonst als nördlichste Stadt Italiens durchgehen lässt. München, wir lieben dich. Genau so wie du bist!

Sigi Sommer – eine Legende

Ein echtes Münchner Original

Als solches darf Sigi Sommer gut und gerne bezeichnet werden – wie auch der Journalist Hubertus Lindner in meinem Krimi »Die Montez-Juwelen«, der meinem Helden, Hauptkommissar Tom Perlinger, mit seinem profunden Geschichts- und Allgemeinwissen und seiner Art, den Dingen so lange auf den Grund zu gehen, bis das letzte Geheimnis gelüftet ist, hilfreich unter die Arme greift.

Die Bronzestatue von Sigi Sommer steht am Rindermarkt unter einer ausladenden und im Sommer schattenspendenden Kastanie. Dort, wo der Marienplatz in die neue Fußgängerzone Sendlinger Straße übergeht. Ein wirklich ehrwürdiges Plätzchen, denn hier kam Sigi Sommer regelmäßig vorbei, wenn er sein Honorar erst in der Süddeutschen und später bei der AZ für seine erfolgreiche Lokalkolumne »Blasius der Spaziergänger« abholte. Denn damals waren beide Zeitungen noch vereint unter einem Dach in der Sendlinger Straße untergebracht. An der Stelle, wo heute die neue Einkaufspassage Hofstatt zum shoppen und bummeln einlädt. Dort, wo auch Juwelier Thromschatz in meinem Krimi sein Juwelier- und Sammlergeschäft betreibt.

Sigi Sommer ist in Lebensgröße mit rund 1,70 m als Spaziergänger dargestellt, der – stets ein leicht ironisches und wissendes Lächeln auf den Lippen – über den Dingen stehend zu kommentieren scheint. Eine Haltung, die ihm, der seine Blasius-Kolumne 40 Jahre lang ununterbrochen schrieb, wohl in Fleisch und Blut übergegangen sein muss. Ein Vollblutjournalist eben, genau wie mein Hubertus Lindner.

Von Sigi Sommers erstem Roman »Und keiner weint«, sagte kein geringerer als Bertold Brecht, »…es sei der beste Roman, der nach dem Krieg geschrieben worden sei.« Der Roman wurde 1996 von Starregisseur Joseph Vilsmaier erfolgreich verfilmt. Mein Hubertus, selbst Krimifan, wird im Buch zum Chronisten der Geschichte und damit zum Autor von »Die Montez-Juwelen«. Während Sigi Sommer im Januar 1996 im Alter von 81 Jahren verstarb und bereits zwei Jahre später mit der lebensgroßen Bronzestatue gegehrt wurde, ist meinem Hubertus hoffentlich noch ein langes Leben beschert, mit vielen spannenden Mordfällen, bei deren Lösung er Hauptkommissar Tom Perlinger gemeinsam mit dem Hackerhaus-Team mit seinem Wissen und seinem leidenschaftlichen Hang zum Investigativen unterstützen wird.

Warum zusätzlich zu allen anderen Aktivitäten auch noch einen Krimi schreiben?

Irgendwann im Leben einmal ein Buch schreiben. Das war schon immer mein größter Wunsch. Und meine größten Vorbilder waren von klein auf Astrid Lindgren, Agatha Christie und Edgar Wallace…

Tatsächlich durfte ich schon als relativ kleines Kind mit meinen Eltern am Sonntagabend Tatort schauen. Aus heutiger Sicht pädagogisch vermutlich eher umstritten. Mir hat es allerdings nicht geschadet, wobei sich der Kreis zu Astrid Lindgren schließt, die ja meinte, dass man Kinder durchaus von Anfang an mit der harten Realität und auch dem Tod konfrontieren sollte.

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